Die Heilige Schrift

kann dich unterweisen zur Seligkeit durch den Glauben an Christus Jesus

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Dennoch bleibe ich stets an dir…

Christi Wort ist fest und gewiss!

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: So jemand mein Wort wird halten, der wird den Tod nicht sehen ewiglich. Joh. 8,51

Ach, dass der Sohn Gottes es so teuer schwören muss („Wahrlich, wahrlich…“) um unseres faulen Herzens willen, zu glauben, daß wir ewig leben sollen, so es doch… genug wäre, wenn er nur ein schlichtes [einfaches] Wort redete… O Unglaube! O Erbsünde!

… Ach Gott, wer das glauben könnte, wie herzlich lieb würde ihm die Heilige Schrift sein! Wenn das die Welt glaubte, würde sie sich zerreißen um das Wort Gottes [würde sich darum reißen, es unbedingt haben wollen]. Alle Welt fürchtet den Tod und verachtet doch diese selige Arznei dawider [dagegen], nämlich Gottes Wort. Wie geht das doch zu? Die Welt will und kann nicht glauben, dass Gottes Wort Gottes Macht sei. Denn sie sieht mit viehischen Augen die Buchstaben oder den mündlichen Hall an, denkt nicht, dass etwas mehr dahinter sei, besonders solche große Kraft Gottes.

Der Gottlosen Reim ist: Ich lebe und weiß nicht wie lang – Ich muss sterben und weiß nicht wann – Ich fahr von dannen und weiß nicht wohin, – Mich wundert’s, dass ich fröhlich bin.

Die sind es, die den Tod sehen, fühlen oder erfahren; denn sie glauben nicht dem Wort Christi. Darum müssen sie sich vor dem Tode fürchten und entsetzen, können ihm doch nicht entlaufen, sondern müssen im ewigen Tode bleiben, weil sie die kräftige, mächtige Arznei nicht haben, Gottes Wort, welches aus dem Tode ein ewiges Leben macht, ja auch hier in dieser Zeit das ewige Leben anfängt.

Der Christen und Gläubigen Reim aber ist: Ich lebe wie lange Gott will, Ich sterbe wann und wie Gott will, – Ich fahre und weiß gewiss wohin, – Mich wundert’s, dass ich traurig bin. Die sind es, die den Tod nicht sehen noch fühlen. Ob sie wohl ein wenig vor dem Tod erschrecken, dennoch sollen sie nicht ewiglich tot sein, noch des Todes Stachel im Herzen erfahren, sondern einschlafen ohne Ängste und Sorgen, Röm. 1,16.

So ein groß und gewaltig Ding ist es um die Kraft des Wortes Christi, dass, wo es im Herzen mit festem Glauben angenommen wird, die Seligkeit schon da [ist] und angefangen [hat] und er Tod mit Sünde, Teufel und Hölle in Christi Auferstehung und Sieg schon überwunden und verschlungen ist.

Darum, wer Gottes Wort hört, der hat beides, Ehre und Nutzen davon: Ehre, dass er von Gott und Gottes Kind heißt und ist; Nutzen, dass ihn das Wort Gottes selig macht, so er daran glaubt. Ob er schon auch krank muss sein und vom Teufel ein wenig angefochten werden und leiblich sterben, wenn das Stündlein kommt. Doch bald danach wird er die Seele ausblasen, als schließe er ein, und in Christi Schoß fahren, und die Engel werden auf ihn warten und ihn auf den Händen tragen, dass er seinen Fuß nicht an einen Stein stoße, Ps. 91.

D. Martin Luther

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